Tschernobyl: neuer Sarkophag

Der neue Schutzmantel für den zerstörten Reaktor in Tschernobyl steht und soll 100 Jahre halten

Bild:  Kai Heimberg
Bild: Kai Heimberg

Der neue Schutzmantel für den zerstörten Reaktor in Tschernobyl ist über den havarierten Reaktor geschoben worden und soll nun 100 Jahre halten. Der neue Sarkophag ist die größte überirdische Konstruktion der Welt und kostete etwa 2 Milliarden Euro, die von 40 Geberländern finanziert wurden . Im Laufe des nächsten Jahres soll die Schutzanlage in Betrieb genommen werden. Weitere Bauteile sind im Inneren der Halle zu montieren. Es soll dauerhaft ein Unterdruck erzeugt werden damit kein radioaktiver Staub austritt.

Barbara Hendricks wies darauf hin, dass die Probleme noch bei weitem nicht gelöst sind. Sie würdigte die Leistung der Ingenieure, doch sei auch in 100 Jahren die Ruine noch eine Belastung für künftige Generationen. Deutschland hat sich nach Angaben des Ministeriums mit etwa 200 Millionen Euro am Bau der gigantischen Schutzhülle beteiligt. Die Betriebskosten und vor allem die Kosten zum Rückbau des havarierten Reaktors kann die Ukraine sicher nicht schultern. Hierzu werden auch in Zukunft die "internationalen Geldgeber" gefordert sein. 

mehr: Deutschlandfunk (29.11.2016): Gigantische Schutzhülle gegen Radioaktivität

mehr: heise online (29.11.2016): Tschernobyl: Riesige Schutzhülle schließt Atomruine ein